UA-99568827-1 Bulimie | mutimbauch
 

Bulimie (Bulimia Nervosa):



Die Bulimia Nervosa, auch Ess-Brechsucht oder Bulimie genannt, ist durch wiederholte Fressanfälle und einer übertriebenen Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichts charakterisiert. So entsteht ein Verhaltensmuster von Essanfällen mit anschließendem Erbrechen, übermäßigem, Sport (Sportbulimie) oder dem Gebrauch von Abführmitteln. Viele psychische Merkmale dieser Störung ähneln denen der Anorexia Nervosa, so z.B die übertriebene Sorge um Körperform und Gewicht und eine (oft leichter ausgeprägte) Körperschemastörung. Die Essanfälle werden häufig mit einer unwiderstehlichen Gier oder Zwang zu essen (craving) beschrieben.

Bulimiker(innen) sind meist normalgewichtig, können aber auch leicht übergewichtig sein. Häufig geht einer Bulimie eine frühere Episode einer Magersucht voraus. Durch die Tatsache, dass man den Menschen die Krankheit oft nicht ansieht, kommt es nicht selten vor, dass die Bulimie über mehrere Jahre bis Jahrzehnte bestehen bleibt und die Bulimiker von außen betrachtet ein ganz normales Leben leben. Der emotionale Druck, der durch das ständige Verheimlichen und Wachsam-Sein entsteht, bringt diese Menschen oft an ihre Grenzen. Bulimie beginnt in der Regel im späteren Jugendalter, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.